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eit den Anfängen der Fahrradentwicklung wurden auch Fahrzeuge für Kinder gebaut. Bereits 1819 gab es eine Kinderlaufmaschine und nachdem die ersten Frontkurbelvelozipede eingeführt waren, bauten die Produzenten auch dreirädrige Modelle für Kinder, wie man im Nekarsulmer Zweiradmuseum begutachten kann. [1]

ie Firma Adler aus Frankfurt hatte in ihrem 1885er Katalog Kinder- und Jugenddreiräder in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten und Preisen. Das Kinder-Velociped Jugend wurde als Frontkurbelvelociped-Dreirad angeboten, das mit oder ohne Vollgummiräder erhältlich war. Es war komplett aus Eisen hergestellt, hatte eine Stahlsitzfeder mit verstellbaren Sattel und reichte mit Radgrößen des Triebrades von 24 bis 36 Zoll nach Angaben des Herstellers für Kinder von 4 bis zu 14 Jahren. Wie die größeren englischen Vorbilder hatten sie breite Naben mit eingeschraubten Speichen. Gerne wurden auch Pferdemodelle auf die drei Räder gesetzt statt nur eines einfachen Sattels, auf dem die kleinen Nutzerinnen und Nutzer reiten konnten, indem sie das Vorderrad antrieben.

chon in den frühesten Ausgaben des Branchenblattes Radmarkt (1889) findet man Anzeigen zu den unterschiedlichen Kinderfahrzeugen, die vor allem auf die Bedeutung für das Weihnachtsgeschäft abstellten. Aus Anlaß dieses Feiertages erhofften sich die Händler gute Geschäft gerade bei Kinderfahrzeugen.

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KINDER-BAKFIETS gesehen in den Niederlanden von Michael Pohl
Kinderliegedreirad JUNITRI

er Fliegende Holländer der Firma Löffler aus Hamburg ist schon 1906 im Radmarkt zu finden. [2]  Diese Variante eines Kinderfahrzeuges war im Gegensatz zu den Frontkurbeldreirädern schneller und leichter. Die Kinder konnten mit diesem Gefährt viel mehr anstellen als mit dem langsamen Frontkurbelvelociped. Der Antrieb geschah mittels der Arme auf einen vor dem Kind nach oben stehendem Hebel, der über eine Schubstange an der gekröpften Achse die beiden Hinterräder antrieb, während die beiden Füße die Drehschemelachse der Vorderräder lenkte. Sogar als Tandemversion wurden die Holländer angeboten. [3]

achdem das Automobil die ersten Spuren in den Köpfen der Leute und auf den Straßen nach der Jahrhundertwende hinterlassen hatte, wurden auch "Autos und Dreiräder für die Jugend" angeboten [4]. Die Kinderautos waren den motorisierten Fahrzeugen nachgebildet und hatten ein Lenkrad, mit dem die Drehschemellenkung der Vorderräder betätigt werden konnte. Angetrieben wurden die Hinterräder über einen Hebelmechanismus oder durch Kurbelantrieb mittels Kette. Heute herrscht im Kinderfahrzeugbau viel Kunststoff vor, das sich leicht und preiswert zu Kinder ansprechenden Formen und Ausstattungsdetails verarbeiten läßt. Allerdings landen viele dieser Produkte, nachdem der Zögling herausgewachsen ist (wenn nicht gar früher), auf dem Sperrmüll.

ndere Anforderungen an Kinderfahrzeuge stellen Einsatzbereiche wie Kindergärten, Schulen oder Behinderteneinrichtungen. Wenn diese Belastungen als Vorbild für die Konstruktion gewählt werden, entseht ein zwar teureres Fahrzeug, aber auf längere Sicht gesehen günstigeres, da damit mehrere Generationen glücklich werden können. Die frühen Kinderautos setzen sich in moderner Version im Kettcar (odert Go-Cart) fort. Das vierrädrige Gefährt ist im Vergleich zum Frontkurbeldreirad ein sehr beliebtes Pedalfahrzeug für Kinder da sich damit die Fahreigenschaften der Autos der Erwachsenen imitieren lassen. Diese Kettcars weisen ein Lenkrad und eine Achsschenkellenkung auf und erlauben den Kleinen, die Fahrmanöver der Großen zu üben. Nichts desto trotz oder gerade weil die Firma die Zeichen der Zeit bzw die Wünsche der Kunden fürhzeitig aufgreift, ist die Firma PUKY Marktführer als Hersteller von Kinderfahrzeugen.

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ine andere sehr erfolgreiche Produktgruppe bei PUKY sind die "Caddy-Dreiräder" für Kinder zwischen zwei und vier Jahren. Die Bezeichnung "Caddy" tragen die Dreiräder dank der Schubstange hinter dem Sitz, mit dem die Eltern ihren Sprößling sicher und zügig unter ständiger Kontrolle durch die Einkaufmeile, über den Bürgersteig oder die Straße bringen können. Damit die Kleinen das zügige Schieben der Eltern nicht behindern können, ist im Antriebsvorderrad eine Freilaufautomatik integriert. Damit die Kinder, wenn sie alleine fahren auch stoppen können, ist ein Handbremshebel montiert, der auf die beiden Reifen der Hinterräder drückt.

usgefallenere Kinderfahrzeuge sind zum Beispiel das JUNITRI oder das Schumacher Hecklenkerdreirad. Das JUNITRI ist die rasante und robuste Weiterentwicklung des Go-Carts. Mit ihm können die Kids durch die ausgefeilte Technik so richtig loslegen, wo ein Go-Cart mangels entsprechender Übersetzung und Fahrwerksgeometrie gar nicht erst mithalten kann. Man kann es insofern eigentlich nicht mehr mit den Autoimitationsgerät Kettcar vergleichen. Es weist auch kein Lenkrad (sondern einen Lenker unter dem Sitz) auf und hat nur drei, dafür aber besser gelagerte Laufräder. Das JUNITRI ist schon ein Hightech-Spielzeug, das darum natürlich auch seinen Preis hat. Die Solidität spricht auch für den Einsatz eines solchen Kinderfahrzeugs in Schulen oder Behinderteneinrichtungen. Nicht geeignet ist es als Verkehrsmittel, da die Sitzhöhe dafür zu niedrig ist.
as Schumachersche Hecklenker-Dreirad ist dagegen technisch relativ einfach zu bauen. Wie bei den Üblichen Kinderdreirädern wird das Vorderrad direkt angetrieben. Gelenkt werden aber die beiden Hinterräder und zwar jedes Rad einzeln (Achsschenkellenkung). Schon 1978 ließ sich die Schuco Spielwaren GmbH ein sehr ähnliches Prinzip als Gebrauchsmuster schützten, allerdings wurden die beiden Hinterräder komplett gelenkt (Drehschemellenkung).

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