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arum
Liegerad
er
Luftwiderstand ist für den radelnden Menschen der bedeutendste zu
überwindende Fahrwiderstand. Ab etwa 25 km/h brauchen wir fast alle
aufzubringende Kraft dafür. Es ist offensichtlich, daß der Unterschied
in der Aufprallfläche zwischen Hollandradposition und Liegeradhaltung
gravierend ist.
Natürlich spielt auch die Strömung um Fahrzeug und Fahrer eine Rolle.
Der Unterschied zwischen flatternder Regenjacke und hautengem
Radlertrikot ist deutlich. Verbessert man Aufprallfläche und
Strömungseigenschaften, z.B. durch die Verkleidung von Fahrer und
Fahrzeug, so sind die Unterschiede zwischen Normal- und Liegerad noch
größer. Während man mit 250 Watt auf dem Tourenrad mit aufrechter
Sitzhaltung in einer Stunde 29 Kilometer erreichen kann, schafft man mit
einem fast vollverkleideten Liegedreirad (Allweder) 45 Kilometer.
er
Rollwiderstand ist beim Liegerad meistens etwas höher. Ursache sind die
kleineren Laufräder. Aber auch Gummiart, Wandstärke und Druck spielen
eine Rolle.
erluste
in den sich drehenden Teilen sind geringfügig höher. Neben den
Naben und Schaltwerkröllchen gibt es zusätzlich Kettenumlenkrollen und
außerdem ist die Kette länger und zum Hosenschutz läuft sie durch ein
Kunststoffrohr. Aber eine schlecht gepflegte Kette frißt soviel wieder
auf, wie alle sonstigen Fahrwiderstände in einem gut gewarteten
Fahrzeug zusammen nicht aufbringen können.
as
Gewicht spielt erst eine Rolle, wenn man oft beschleunigen muß (z.B.
Rennen und sportlicher Einsatz), am Berg oder bei langsamen Fahrten
(z.B. in der Stadt). Unter Umständen wiegt die bessere Aerodynamik ein
höheres Gewicht dann nicht auf. Wichtig ist es nicht Äpfel mit Birnen
zu vergleichen, denn in der Liegeradreihe gibt es Rennfahrzeuge,
Tourenmodelle und Alltagsgefährte.
orteile
des Liegeradelns: Hände, Arme und Schultern sind entlastet,
ebenso die Wirbelsäule. Ein ungehinderter Blick kann nach vorne
schweifen, man fällt auf als Liegeradler (Sicherheitsvorteil) und die
Füße befinden sich in der Knautschzone, nicht der Kopf.
achteile
gibt es aber auch: Etwas schwerer fällt der Blick zurück, daher ist
ein Rückspiegel sinnvoll. Ein Liegerad ist durchschnittlich etwas
teurer als ein Normalrad wegen kleiner Serien. Zum Teil ist zum
Parkieren etwas mehr Raum nötig (Langliegeräder). Je nach Sitz kann
man leicht einen nassen Rücken bekommen (fehlende Ventilation). Die
Beinmuskulatur muß sich erst an die Liegeradhaltung gewöhnen (je nach
Tretlagerüberhöhung). Flotte Ausweichmanöver bei unübersichtlichen
Situationen sind mit dem Normalrad etwas leicher möglich. Hunde sind
näher am Liegeradler.
ur
Beurteilung, welcher Fahrzeugtyp sinnvoll ist, sollte man die
Fahrradnutzung untersuchen. Typische Fahrradeinsätze sind kurze Fahrten
in städtischer Umgebung - Fahrten von der Wohnung zur Arbeit -
Erholungstouren - Sportliche Touren.
e
länger die an einem Stück zurückgelegten Strecken sind, umso
vorteilhafter kann ein Liegerad zur Geltung kommen. Auf kurzen
städtischen Wegen mit vielen Stops und niedriger Schnittgeschwindigkeit
kann ein besserer Luftwiderstand sich kaum auswirken.
ür
Fahrten zur Arbeit spielen unterschiedlichste Aspekte eine Rolle.
Streckenprofil, Stops und Verkehrsdichte sind topografische Bedingungen.
Je mehr Stops, umso größere Bedeutung er-hält das Gewicht. Hohe
Verkehrsdichte und unübersichtliche Situationen bedingen eine bessere
Übersicht und damit Sitzhöhe. Welche Kleidung kann man zur
Arbeitsfahrt anziehen. Besteht die Möglichkeit sich umzuziehen? Dann
spielt eine unbelüfteter Sitz keine Kolle. Muß man hingegen mit Anzug
radeln, dann darf man nicht verschwitzt darin ankommen. Außerdem muß
die Kette gut abgeschirmt sein.
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